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Zwischenräume am 14. November ab 15 Uhr

Zu einer Kultur(ver)führung der besonderen Art luden Haus Steinstraße e.V. und Neue Eigentlichkeit e.G. ins Haus Steinstraße: Märchen und Musik, Lesungen für Kinder und Erwachsene sowie Filme und Workshops erwarteten die BesucherInnen.


Mit dieser Veranstaltung wollten wir Zwischenräume schließen: Jene zwischen den künstlerischen Genres und den beteiligten Generationen, zwischen Gestern und Morgen, zwischen Orient und Okzident, zwischen Tag und Nacht. Ursprünglich sollte der orientalisch märchenhafte Bereich des ehemaligen Stadtbades als Kulisse dienen. Der konjunkturpaketbedingte Aufschwung des Baugewerbes verhinderte jedoch eine kulturelle Zwischennutzung in diesem einmaligen Ambiente.
Mit der Nacherzählung eines orientalischen Märchens tauchten wir in die morgenländische Vergangenheit ein. Danach weihte die Hallenser Künstlerin Grit Wendelberger kleine und große Gäste in die Geheimnisse von Kunstwerken aus Schokolade ein. Den Wohlgerüchen Ozeaniens und Arabiens folgten die Wohlklänge der arabischen Knickhalslaute Oud und der spanischen Flamencogitarre, meisterhaft gespielt von Nedal Mahmoud und Rodrigo Guzman.
Kinder und Jugendliche aus dem Bleilausverlag lasen anschließend selbst verfasste Geschichten, die von der Gegenwart und der Zukunft handeln. Was diese Lesung der jüngsten Leipziger Autoren so einzigartig machte, lagt auch in den Händen von Schauspielern, denn die gelesenen Szenen wurden vom Improvisationstheater All Inclusive parallel dazu gespielt.
Ein Leseprogramm des Leipziger Dichterateliers entführte uns anschließend in die ganz persönlichen Zwischenräume von vier Schreibern.
Die Film-und Galeriegenossenschaft „Neue Eigentlichkeit“ bebilderte in einem kuratierten Kurzfilmprogramm die Zwischenräume zwischen Ost und West, zwischen Gestern und Morgen, mit fünf filmkünstlerischen Beiträgen.
Zeitplan
15 Uhr Märchen erzählt von Dorothea Alder
15.15 – 16.15 Uhr Schokoladenworkshop mit Grit Wendelberger
16.15 – 16.30 Uhr Musikalisches Intro: Flamencogitarre mit Rodrigo Guzman
16.30 – 17.30 Uhr Bleilauslesung & Improtheater All Inclusive
18.15 – 19.00 Uhr Konzert Oud & Percussion mit Nedal Mahmoud und Torsten Pfeffer
19 Uhr Leseprogramm mit dem Leipziger Dichteratelier
19.30 Uhr Filmprogramm der Neuen Eigentlichkeit (1. Teil)
20.30 Uhr Musikalisches Intermezzo Flamencogitarre & Percussion
20.45 Uhr Filme 2. Teil:
21.45 Uhr Musikalischer Ausklang
Informationen zu den Filmen:
Die Neue Eigentlichkeit zeigt filmische Beiträge über das Schweben zwischen zwei Zuständen. „Zwischenräume“ entstehen im Kern des Umbruchs, sie sind die Ruhe vor dem Sturm, sind der erste Atemzug nach der Ankunft, das Warten auf das Neue. Sie schaffen Vorfreude oder machen Angst. Die gleichnamige Kurzfilmkompilation folgt Menschen in jene stillen Momente, in denen das Gestern schon entschwunden und das Morgen noch nicht zu sehen ist.
“Abhaun!”(Kurz­Spielfilm/DE/2004/9′)
Irgendwo in der Ostdeutschen Provinz sitzt Nico an der Bushaltestelle. Er hat eine neue Arbeit im Westen gefunden und wartet auf den Bus. Regie: Christoph Wermke
“Schafskälte” (Kurz­Dokumentarfilm/DE/2007/44′)
Die Geschwister Ferdinand, Renate und Peter sind im „Hintertal“, einem vom Tourismus weitgehend unbeachteten österreichischen Bergtal aufgewachsen. Die Liebe zu Tieren, Berggipfeln und überhaupt der Natur hält Ferdinand und Renate davon ab, dem harten Bergbauernleben den Rücken zu kehren. Peter dagegen ist ins Tal gezogen. Seine Liebe gilt seiner Freundin und seinem getunten Golf VR6. Schafskälte ist ein Film über drei junge Erwachsene, die sich irgendwo zwischen Stall und Diskothek auf die Identitätssuche begeben und kleine Botschaften mit der Bitte nach Horizonterweiterung in die Luft steigen lassen. Regie: August Pflugfelder
“Steel Homes” (Kurz­Dokumentarfilm/GB/2008/10′)
Eine lyrische Entdeckung von Erinnerung und Vergessen. Der Film porträtiert das Leben mit Übergangscontainern. Regie: Eva Weber
“Wolfen ­ Nord” (Experimentalfilm/DE/2005/18′)
An einem verstörend schönen Tag beginnt ein Spaziergang durch eine Neubausiedlung in Wolfen. An die vielen Menschen der Vergangenheit erinnern nur noch die Fassaden. Lebt diese Stadt noch? Befindet sie sich kurz vorm Untergang? Die Kamera durchsucht den
Zwischenraum am Ende einer Siedlungsepoche. Regie: Hagen Wiel , Robert Beske
“Ab morgen glücklich!” (Kurz­Spielfilm/DE/2007/15′)
Max (Constantin von Jascheroff) hat sein Leben lang bekommen, was er wollte, einschließlich all der Liebe, die sich ein Kind nur wünschen kann. Dennoch ist Max ganz anders geworden als seine Eltern sich das vorgestellt haben. Er kifft viel, ist unzufrieden und verhält sich ihnen gegenüber recht aggressiv. Als Max vergisst, seine kleine Schwester von der Schule abzuholen und diese plötzlich verschwunden ist, eskaliert die Situation. Regie: Bastian Terhorst
www.neue-eigentlichkeit.de

  • geschrieben am: 10. März 2010
  • Achtung: Dieser Beitrag ist älter, als 1 Jahr und der Inhalt ist unter Umständen veraltet.
  • Kategorien:
    Film, Jahresprojekt 2010, Lesung, Workshop

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