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Auftaktveranstaltung Zwischenräume

Wir luden alle Interessierten zu einer Gesprächsrunde am 17. April um 15 Uhr in das Café Yellow ein, mit der wir die Auftaktveranstaltung zum Jahresprojekt begannen. „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“ – Oft erkennen wir erst aus einer Distanz, warum Visionen scheiterten oder wie viel Glück und Leidenschaft zum Ziel führten. Welche Rolle spielen aber auch Umwege und Zufälle in persönlichen oder gesellschaftlichen Entwicklungen? Die Utopie des Zwischenmenschlichen, gescheiterte Visionen, Irr-und Umwege oder das ganz große Glück. Wir laden zu einer Gesprächsrunde mit vier Menschen verschiedener Generationen: umrahmt von Caféhausmusik des Altlindenauer Streichquartetts und aktuellen Kurzfilmbeiträgen der Neuen Eigentlichkeit.

Dazu stellten wir die unterschiedlichen Lebenswege von vier engagierten Menschen vor:
– den pensionierten Pfarrer Martin Lösche, der jahrelang Theatergruppen leitete, selbst Theater spielt und kirchliche Sozialarbeit leistet,
– die Kunstpädagogin Dr. Heidemarie Paul, heute Leiterin des Arbeitskreises Textildesign am Grassi-Museum und intergenerativer Kunstkurse,
– den Musiker und Grafiker Stefan Kopielski, engagiert im Veranstaltungsteam von „Ilses Erika“,
– den Gründer des Themenkinos „DachKino“ August Geyler, heute im Vostand der Kino-und Kunstgenossenschaft „Neue Eigentlichkeit“, einer Plattform für Nachwuchs- und Studentenfilmer und Bildende Kunst.
Ihre interessanten Lebensgeschichten in einer moderierten Gesprächsrunde, Musik mit dem Altlindenauer Streichquartett, ein Kurzfilmprogramm zum Thema „Lebenswege“ um 17 Uhr und das Theaterstück „Ein Sommernachtstraum“ um 19.30 Uhr rundeten diesen Tag im Haus Steinstraße ab.

Infos zum Kurzfilmprogramm ab 17 Uhr zu geplanten Lebenswegen und unverhofften Abzweigungen:
Menschen, deren Leben am Wendepunkt steht, deren Sehnsucht nicht erloschen ist, nehmen den Zuschauer mit auf eine filmische Entdeckungsreise. Ein weit gespannter Bogen von Ironie über Traurigkeit bis Aufbruch lädt ein zur Horizonterweiterung. Die Filme werden im Saal des Haus Steinstraße gezeigt, mit Einführung und Filmgespräch sowie einer komfortable Simultanübersetzung via Kopfhörer.
Filmdetails:
Gadjo (Kurz-Dokumentarfilm/PL/2008/22’/OmenU)
Die Musik dient als Vorwand für das Treffen zwischen dem polnischen Roma-Jungen Romek und dem alten Herrn Rudolf. Die rebellierenden Texte des jungen Hip-Hoppers stehen dabei im Kontrast zu den auf der Gitarre gespielten Liedern des alten Mannes. Die Konfrontation dieser verschiedener Welten führt zu unerwarteten Resultaten. “Gadjo” ist eine Parabel über die Entstehung von Freundschaften und die Stationen des menschlichen Lebens. Die beiden Helden des Filmes finden bald heraus, dass sie mehr verbindet als gedacht. Regie: Kryspin Pluta
Time Off (Kurz-Spielfilm/FR,RU/2009/26’/OmU)
Albert Jakobs wird aus der Firma entlassen, in der er 35 Jahre gearbeitet hat. Alles was er hatte, war sein Beruf. Nun bleibt ihm nur noch er selbst. Aber weiß Albert Jakobs wirklich, wer Albert Jakobs ist? Regie: Roman Kantor
Edgar (Kurz-Spielfilm/DE/2008/12′)
Seit seine Frau vor zwei Jahren gestorben ist, lebt Edgar alleine und untätig. Er wird nicht mehr gebraucht und niemand scheint ihn zu beachten. Eines Tages verlässt er seine Wohnung, fest entschlossen, Arbeit zu finden. In einem Kaufhaus wird er von der Angestellten abgewimmelt. Gedankenverloren steckt er beim hinausgehen einen Regenschirm ein. Der Kaufhausdetektiv nimmt ihn fest. Und unversehens erkennt Edgar seine Chance. Regie: Fabian Busch
llusion (Kurz-Spielfilm/DE/2007/9′)
Lena verliert nach vielen Jahren Arbeit bei der Bahn ihren Job als Kontrolleurin. Ihr Lebensweg steht vor einem Wendepunkt. Tag für Tag wächst der Wunsch in Lena, wieder zu arbeiten und somit ihrem Leben einen Sinn zu geben. So fängt sie schließlich wieder an zu kontrollieren – mit alter Routine und neuem Selbstwertgefühl, nur eben in ‘eigenem Auftrag’. Regie: Burhan Qurbani

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  • geschrieben am: 18. Mai 2010
  • Achtung: Dieser Beitrag ist älter, als 1 Jahr und der Inhalt ist unter Umständen veraltet.
  • Kategorien:
    Café Yellow, Film, Jahresprojekt 2010