Projektdokumentation : Texte : Tagesberichte 11/02 | zurück zur Übersicht

Tagesberichte November 2002

Tagesbericht 08.11.2002
(Schule)

Zum Projektauftakt wurde unser Interesse an den jeweiligen kulturellen Zugehörigkeiten aller SchülerInnen betont. Es wurde verdeutlicht, dass versucht werden soll, Geschichten, Erlebnisse und Bräuche medial umzusetzen, z.B. mit Hilfe von Sprache, Fotos oder Handpuppen.

Zum gegenseitigen Kennenlernen diente das Erstellen von Steckbriefen. In kleinen Gruppen (aus 2 bis 3 Personen bestehend) wurden Informationen über Familie, Freizeitgestaltung, Musikvorlieben und Wünsche erarbeitet, die später in einem Stuhlkreis vorgestellt wurden. Besonders begeistert waren die SchülerInnen von der Möglichkeit, selbst mit einer Polaroid- Kamera fotografieren zu dürfen. Die Gruppenzusammensetzung wurde ausgelost ("Lotto"), so dass typische Konstellationen aufgebrochen wurden. Der Stuhlkreis diente u.a. zur Festigung der Sprachkompetenz.
Der Umstand, dass sich Lehrerin und Projektteam gleichermassen beteiligten und ebenfalls Steckbriefe erstellten bzw. vorstellten, wirkte sich sehr positiv auf das Arbeitsklima aus.

Die nächste Aufgabe zielte auf typische Feiertage und Bräuche der verschiedenen Kulturen. In neu ausgelosten Gruppenkonstellationen wurden die jeweiligen Inhalte zusammengefasst. Der Umstand, dass je ein Erwachsener eine Gruppe betreuen konnte, stellte sich als sehr positiv heraus.

Zusammenfassend diente der erste Projekttag der gegenseitigen Kontaktaufnahme. Das Arbeitsklima war überwiegend positiv. Es wurde deutlich, dass im weiteren Verlauf klar strukturiert werden muss. Des weiteren scheint es ratsam, sich zunächst auf einfache Ausdrucksmöglichkeiten zu beschränken, was eine Steigerung hin zu modernen Mitteln, wie Video oder Textverarbeitung aber keineswegs völlig ausschliesst.

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Tagesbericht 15.11.2002
(Schule)

Nach der Begrüßung wurde das Tagesziel, einen typischen Feiertag des eigenen Landes zu beschreiben und dazu eine Collage zu erstellen, verdeutlicht.
Dazu wurde ein Zeitplan erstellt und bekannt gegeben: Demnach wurde die Arbeitszeit auf 7.45 – 10.20 Uhr festgelegt; danach sollten die Ergebnisse präsentiert werden.
Die Lehrerin erklärte die Technik der Collage anhand verschiedener Beispiele. Danach begann die intensive Arbeit an den jeweiligen Collagen, die teilweise auch in Gruppenarbeit erfolgte. Papier und Zeitschriften (als Lieferant für Bilder) wurden zur Verfügung gestellt.

Die Arbeit an den Collagen zeigte im Nachhinein einige Probleme auf: Für einige Schüler schien es schwierig zu abstrahieren und aus dem vorhandenen Material (Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge usw.) die passenden Bilder auszuwählen.
Des weiteren wurden vereinzelt starke Verständigungsprobleme sichtbar. Einen weiteren Nachteil stellte der Umstand dar, dass einige der am letzten Projekttag vorbereiteten Texte nicht vorhanden waren.
Dennoch arbeiteten alle Schüler streckenweise hoch konzentriert. Das Arbeitsklima und die Disziplin waren überwiegend positiv. Die meisten Arbeiten waren gut durchdacht und wurden mit großer Vielfalt angefertigt.
Das unterschiedliche Arbeitstempo der SchülerInnen führte dazu, dass der vorgegebene Zeitplan nicht eingehalten werden konnte.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass das Tagesziel, eine Collage zu einem typischen Feiertag des eigenen Landes zu erstellen, erreicht wurde. Die Präsentation der Ergebnisse muss auf den nächsten Projekttag verschoben werden.

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Tagesbericht: 29.11.2002
(Haus Steinstrasse)

Dieser Projekttag fand erstmals im Haus Steinstrasse statt. Nach der Begrüßung wurde kurz über das Haus als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche sowie hier angebotene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gesprochen.

Nach einem kurzem Spiel zur Auflockerung wurden die Ergebnisse des letzten Projekttages in einer Vernissage präsentiert. Die Collagen wurden auf Staffeleien gestellt und die "Künstler" bekamen die Möglichkeit, ihr Werk näher zu erläutern. Außerdem konnten Fragen von den anderen ProjektteilnehmerInnen gestellt werden.
Die Präsentation dauerte relativ lange, da vereinzelt starke Sprachprobleme auftraten. An dieser Stelle hätte man kürzen oder gar abbrechen können, was aber bewußt nicht gemacht wurde. Die Gestaltung der Collagen sollte entsprechend gewürdigt werden und die Kinder sollten ihre Sprachkompetenz schulen und erweitern. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf den Umstand, allein vor der Gruppe zu sprechen, gelegt.

Die nächste Aufgabe bestand darin, sich näher mit anderen nationalen Symbolen zu beschäftigen. Am Beispiel Deutschland wurde die Nationalflagge (schwarz, rot, gold), ein Nationaltier (Adler) und eine Nationalpflanze (Eiche) dargestellt. Die Aufgabe für die Kinder bestand nun darin, diese Inhalte in verschiedenen Werkstätten für ihr spezifisches Heimatland zu erarbeiten. Es bestand die Möglichkeit, mit Stoffen zu nähen, mit Farbe zu malen oder am Computer zu arbeiten. Über die genaue Gruppenverteilung mußte letztlich das Los entscheiden, da vor allem die Arbeit in der Computerwerkstatt gewünscht wurde.
Die eigentliche Arbeit in den Werkstätten erfolgte leider unter Zeitdruck. Dennoch waren die alle Kinder hoch konzentriert und sehr diszipliniert. Der Werkstattcharakter bewirkte ein sehr positives Arbeitsklima und sehr gute Arbeitsergebnisse.

Zusammenfassend zeigte der Projekttag, dass der Ort Haus Steinstrasse sehr gut genutzt werden konnte. Besonders positiv war die Möglichkeit, in verschiedenen Werkstätten zu arbeiten. Gleichzeitig wurde jedoch auch klar, dass Gespräche in und vor der Gruppe weiterhin eine zentrale Rolle im Projekt spielen müssen.

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Soziokulturelles Zentrum Haus Steinstraße e.V., Leipzig