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Tagesberichte Wochenausfahrt in die Jugendbildungsstätte Hütten April 2003
07.04.2003 (Montag)
Nach der Ankunft 12.00 Uhr in Hütten erfolgte die Zimmerverteilung, das Mittagessen und eine Pause.
Um die Bildungsstätte besser kennen zu lernen fand eine "Hausrallye" statt. Dabei wurden vier Gruppen eingeteilt, die nacheinander mussten an vier Stationen Aufgaben lösen mussten: Bei der ersten Station wurde die eigene Hand gemalt und in jeden Finger ein Information über die eigene Person (z.B. Lieblingstier, Lieblingsfilm, Hobby, Geschwister, Heimatland u.ä.) geschrieben. An der zweiten Station galt es, Geräusche mit einem Reportergerät aufzunehmen, die später in gemeinsamer Runde erraten werden mussten. Bei der dritten Station mussten die Kinder schnellstmöglich Orte im Haus finden, die auf Polaroid- Fotos zu sehen waren. An der vierten Station mussten Fragen beantwortet werden.
Nach einer gemeinsamen "Vergleichsrunde" standen die Wünsche der Kinder für die Projektwoche im Mittelpunkt. Sie wurden in kleinen Gruppen besprochen und schriftlich festgehalten. Anschließend wurden sie vor der Gruppe vorgestellt. An dieser Stelle fand der sprachliche Aspekt der Projektarbeit seine Beachtung.
Nach dem Abendbrot konnte die Freizeit nach eigenem Belieben gestaltet werden: Es wurde vorrangig Fußball gespielt. Ein Spieleabend beendeten den ersten Projekttag.
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08.04.2003 (Dienstag)
Nach dem gemeinsamen Frühstück fand man sich 9.30 Uhr im Seminarraum zusammen. Einem kurzen Aufwärmspiel folgte die "Is´ was- Runde", die von nun an jeden Morgen stattfinden sollte. Hier konnten allgemeine Fragen gestellt und Meinungen geäußert werden.
Nach einer Einstiegsaufgabe, bei der es galt, in Zweiergruppen den Kopf mit dem Profil der anderen aus Papier zu reißen und sich gegenseitig die Fragen "Was gefällt Dir an Deinem Land?" sowie "Was gefällt Dir an Deutschland?" zu beantworten, wurden den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich für eine Arbeitsgruppe zu entscheiden. Zur Wahl standen Gruppe "Videofilm" und Gruppe "Fotogeschichte". Nach einer relativ schnellen und klaren Entscheidung begann die Arbeit in den Gruppen, die bis zum Ende der Projektwoche beibehalten werden sollten. Der Rest des Tages galt vorrangig der Ideenfindung für einen Film sowie für Fotogeschichten.
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09.04.2003 (Mittwoch)
Nach dem Aufwärmspiel und der "Is´ was- Runde" wurden in den Gruppen gearbeitet: Ideen wurden festgehalten und weiterentwickelt.
Die Videogruppe konnte durch das Üben und Lernen an der Praxis bereits einen gemeinsamen Film fertig stellen. Aufgrund der Tatsache, dass alles fünf TeilnehmerInnen als Schauspieler agieren wollten, wurde das Filmen mit der Kamera von einem Gruppenleiter (Anja) übernommen. Es wurde so gefilmt, dass späteres Schneiden des Materials nicht nötig ist. Ein großer Vorteil bestand dadurch darin, dass sofort ein "fertiger" Film angesehen werden konnte. Die Fotogruppe arbeitete an verschiedenen Fotogeschichten.
Da von vielen Kindern der Wunsch geäußert wurde, die Freizeit im nahegelegenen Wald verbringen zu dürfen, wurde am Nachmittag eine "Schnitzeljagd" durchgeführt: Die Kinder wurden dazu per Los in zwei Gruppen eingeteilt. Der Weg wurde durch Markierungen vorgegeben. Außerdem mussten verschiedene Aufgaben, bei denen es auf Geschick, Schnelligkeit, Wissen und Sprachverständnis ankam, gelöst werden.
Am Abend veranstaltete die Lehrerin einen Videoabend.
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10.04.2003 (Donnerstag)
Nach dem Frühstück wurden die Aufwärmspiele im Freien durchgeführt.
Danach wurde wieder in den Gruppen gearbeitet. Die Videogruppe bereitete Interviews vor, die später mit der Kamera aufgenommen wurden. An dieser Stelle wurden die Kinder auch mit dem technischen Umgang der Videokamera vertraut gemacht. Das wiederholte Sprechen der Fragen und Antworten in der Übungsphase führte wiederum zu einer intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache. Es erfolgten verschiedene "Probeläufe" und schließlich abschließende Interviews, bei denen jedes Kind mindestens einmal Fragen stellte und Antworten formulierte.
Anschließend wurde jedem Kind die Videokamera zehn Minuten selbständig zur Freiarbeit zur Verfügung gestellt. Das Ziel bestand darin, sich technisch mit der Kamera auseinander zu setzen sowie für wichtig gehaltene Inhalte zu produzieren.
Das Anschauen der Interviews und des selbstgefilmten Materials bereitete den Kindern wieder große Freude.
Bei der Fotogruppe stand am gesamten Tag die Umsetzung der Fotogeschichten (Fotografieren, Schauspielern usw.) im Mittelpunkt.
Nach dem Abendbrot wurde eine Disko veranstaltet.
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11.04.2003 (Freitag)
Nach dm Frühstück, der Morgenspiele und der "Is' was- Runde" hatte jede Arbeitsgruppe Zeit, eine kurze Präsentation der Arbeitsergebnisse vorzubereiten.
Die Videogruppe Stellte ihrem Film und Ausschnitte aus den Interviews vor.
Die Fotogeschichte konnte eine vollendete Fotogeschichte präsentieren. Die anderen Ideen können im Haus Steinstrasse beendet werden.
Nachdem Mittagessen erfolgte die Abfahrt nach Leipzig.
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Gesamtreflexion
Die Beurteilung der Projektfahrt fällt sehr positiv aus. Die vertraute Atmosphäre wirkte sich sehr positiv auf das Arbeitsklima aus. Das Engagement und der Ideenreichtum der Kinder wirkte sich auch auf die Arbeitsergebnisse aus.
Feste Rituale (wie Aufwärmspiele und "Is' was - Runde") und feste Zeiten (wie Frühstück, Mittag- und Abendbrot sowie feste Arbeits- bzw. Freizeitzeiten) halfen allen ProjektteilnehmerInnen zur Orientierung.
Die vom Projektteam erarbeiteten Ziele konnten in jeder Hinsicht verwirklicht werden.
Neben den Arbeitsergebnissen steht umfangreiches Dokumentationsmaterial (Fotos, Videoaufnahmen, Gesprächsaufnahmen, Zeichnungen u.ä.) zur Verfügung.
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