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Abschließende Reflexionen über das Projekt Juli 2003
Die Arbeit mit den DaZ- SchülerInnen zeigte schnell, dass es schwierig war, die abstrakten Projektziele und -vorstellungen zu realisieren und zu diskutieren.
Auf den Aspekt Sprache muss an dieser Stelle verstärkt hingewiesen werden. Vor allem bei technischen Erklärungen (z.B. bei der Arbeit am Computer) wurde deutlich, dass es sprachliche Defizite und demzufolge auch Verständisschwierigkeiten gab.
Im Rahmen des zehnmonatigen Projektes konnte aber auch die Sprache gefördert werden: Es wurden Texte geschrieben und neues Vokabular gelernt. Außerdem wurde das Sprechen vor der Gruppe geübt.
Im Mittelpunkt des Projektes stand die Auseinandersetzung mit den kulturellen Zugehörigkeiten der Kinder und Jugendlichen.
Der Zugang zu den SchülerInnen wurde über einfache Tätigkeiten wie malen, nähen und kochen gefunden.
Besonders beliebt und erfolgreich waren Tätigkeiten, bei denen ein schnelles Ergebnis (z.B. Digitalfotos, Video) möglich war. Die länger angelegte Arbeit am Animationsfilm ging daher auch sehr schleppend voran.
Die beiden Hauptziele, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen und Vertrauen aufzubauen, konnten verwirklicht werden.
Eine besondere Vertrautheit und Nähe konnte durch die Projektwoche in Hütten entstehen, weil auf individuelle Wünsche intensiv eingegangen werden konnte und ohne Zeitdruck kreativ gearbeitet wurde.
Die Arbeit im Haus Steinstraße erfolgte vorrangig ergebnisorientiert, während in Hütten Erlebnisse und Beziehungen im Vordergrund standen.
Die Methode der aktiven Medienarbeit eignete sich als Mittel zur Auseinandersetzung miteinander. Es konnten Dialoge und Verbindungen geschaffen werden.
Über Medienarbeit wurden Ausdrucksmöglichkeiten für Träume, Wünsche und Erlebnisse geschaffen.
Insgesamt konnte das Gemeinschaftsgefühl der Klasse gestärkt werden, wobei keine Differenzen aufgrund von Alter oder Geschlecht beobachtet werden konnten.
Für nachfolgende Projekte sollte in Erwägung gezogen werden, die Klasse durch Hospitationen vorher näher kennen zu lernen und somit ein Bild vom Sprachvermögen und Wissenstand der SchülerInnen zu haben.
Außerdem muss von Anfang an der Umstand mit einbezogen werden, dass normalerweise keine kontinuierliche Klassensituation vorherrscht, durch Fluktuation können feste Absprachen mit SchülerInnen hinfällig werden.
Des weiteren können kulturelle Bräuche und Feste (z.B. Ramadan) einen starken Einfluss auf die Gruppenarbeit haben, z.B. was die geschlechtsgemischte Arbeit betrifft.
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